Wilde Möhre Festival kritisiert ZDF-Beitrag

Wilde Möhre Festival kritisiert ZDF-Beitrag

8. November 2021 Aus Von SR

Die Crew vom Wilde Möhre Festival wehrt sich gegen einen ZDF-Beitrag der Sendung „Frontal“. Danach soll die Redaktion auf „eklatante Weise gegen journalistische Standards“ verstoßen und „Missgunst und Spaltung“ befördern. In seiner Sendung vom 2. November kritisiert „Frontal“, dass Finanzmittel aus dem Strukturstärkungsgesetzes im Rahmen des Kohle-Ausstieges zweckentfremdet verwendet werden. 40 Mrd. Euro fließen in die ehemaligen Braunkohle-Regionen, um Jobs für die dort Beschäftigten zu schaffen.

Das Musikfestival Wilde Möhre liegt in der Niederlausitz, einem ehemaligen Braunkohleabbaugebiet und ist damit grundsätzlich förderungsfähig. Nach “Frontal” sind 19 Mio Euro aus den Strukturfördermitteln an die „Wilde Möhre“ geflossen. Die Sendung hinterfragt, inwieweit durch derartige Projekte Jobs für die ehemaligen Braunkohlebeschäftigten geschaffen werden.

Original-Beitrag von “Frontal”

Die Macher der Wilden Möhre äußern sich zu diesen Vorwürfen. Sie betonen, dass die Gesamtsumme in Höhe von 19 Mio Euro durch einen Eigenanteil geleistet werden muss. Der Großteil der Gesamtinvestitionen fließt in die „Ziegelei in Muckwar und soll (…) mittels einer innovativen Kombination aus Industriekultur, Tourismus, kulturellem Rahmenprogramm und Erholungsangeboten zum Strukturwandel beitragen.“ Die restlichen Finanzmittel sollen in die Veranstaltungsfläche investiert werden, um die durch den Tagebau ehemals genutzten Gebäude zu sanieren. Partnerschaften mit dem hiesigen Arbeitgeber, der LEAG begleiten die Maßnahmen, um nachhaltige Perspektiven für die Beschäftigten zu schaffen.

Stellungnahme der Wilden Möhre Crew zum “Frontal”-Beitrag

© Foto: Wilde Möhre Festival