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Berlin

KitKatClub bestätigt Übergriff und verschärft Awareness-Maßnahmen

today21. August 2025 166 44 5

Hintergrund
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Berliner KitKatClub bestätigt Vorfall bei sexpositiver Party.

Nach einem Artikel der taz im Juli wurde der Klub im September 2024 erstmals öffentlich mit einer mutmaßlichen Vergewaltigung konfrontiert. Eine Frau wurde auf einer Party im Klub Opfer eines Übergriffs, Security rief die Polizei, die Betroffene wurde in der Charité versorgt und erstattete Anzeige.

In einem Statement zeigte sich der Klub tief betroffen, verurteilte sexualisierte Gewalt ausdrücklich, kündigte lebenslange Hausverbote und die Einbindung der Polizei an – und wies zurück, Übergriffe verschweigen zu wollen.

Der KitKatClub Berlin einer der bekanntesten Fetisch- und Techno-Klubs weltweit.
Der KitKatClub Berlin einer der bekanntesten Fetisch- und Techno-Klubs weltweit. © Foto: KitKatClub Berlin

Zugleich räumte die Leitung des Klubs ein, jede Tat nicht verhindern zu können. Als Reaktion wurden Awareness-Strukturen verstärkt: Erkennbar adressierbare Teams und jederzeit ansprechbares Personal sind nun bei allen Veranstaltungen präsent. Das Klub-Motto lautet: „Do what you want – but stay in communication.“

KitKat weist Kritik der taz zurück: Sicherheit hat oberste Priorität

Darüber hinaus kritisierte das KitKat in seinem öffentlichen Statement die Berichterstattung der taz. Der Artikel mit der Überschrift „Das Ende der Party – Vergewaltigung im KitKatClub“ sei aus Sicht des Klubs irreführend gewesen. Den Vorwurf, in sexpositiven Partys fehle es grundsätzlich an Bewusstsein für die Sicherheit der Gäste, wies die Klubleitung entschieden zurück. Die Sicherheit der Besucherinnen und Besucher habe höchste Priorität. So gebe es im KitKat bewusst keine dunklen, abgeschlossenen Räume, um eine klare Kommunikation und gegenseitiges Einverständnis sicherzustellen.

Auch die Darstellung, das KitKat habe kein Awareness-Team, entspreche nicht den Tatsachen. Schon zuvor seien Mitarbeitende undercover im Einsatz gewesen – inzwischen jedoch auch klar sichtbar, damit sich Gäste noch sicherer fühlen können. Den Vorwurf, Übergriffe aus Image- oder kommerziellen Gründen zu verschweigen, bezeichnete der Klub als falsch. Man habe den Vorfall vom September unmittelbar an die Polizei gemeldet und Hausverbote ausgesprochen.

Der Klub betonte, man sei sich seiner Verantwortung bewusst, werde alles tun, um Übergriffe künftig zu verhindern, und appellierte zugleich an die Gäste, verdächtiges Verhalten sofort zu melden und aktiv einzuschreiten.

Geschrieben von: SR

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