Der Berliner Musiksoftware-Hersteller Native Instruments steht vor einer ungewissen Zukunft: Nachdem bereits Ende Januar ein vorläufiges Insolvenzverfahren gestartet wurde, ist nun das reguläre Insolvenzverfahren offiziell eröffnet worden.
Laut CEO Nick Williams werden damit die nächsten Schritte eingeleitet – darunter die Befriedigung der Gläubiger und die Suche nach einem Investor. Parallel laufen Gespräche über eine mögliche Übernahme. Das Interesse sei vorhanden, insbesondere aus der Audio- und Technologiebranche, was dem Unternehmen eine Fortführung nach einer Restrukturierung ermöglichen könnte.
Native Instruments ist eng verbunden mit Marken wie iZotope, Plugin Alliance und Brainworx, die ebenfalls betroffen sind. Sie gehören heute gemeinsam zum Firmenverbund, der aus der früheren Soundwide-Struktur hervorgegangen ist.
Trotz der wirtschaftlichen Lage gibt das Unternehmen Entwarnung für Nutzerinnen und Nutzer: Software, Hardware und DJ-Controller funktionieren weiterhin, ebenso Support, Updates und die Entwicklung neuer Produkte.
Native Instruments wurde 1996 in Berlin gegründet und zählt heute zu den weltweit wichtigsten Herstellern für Audioproduktion und DJing. Zu den bekanntesten Produkten gehören Komplete, Kontakt, Massive, Maschine und Traktor.
Ob das Unternehmen langfristig erhalten bleibt, hängt nun maßgeblich davon ab, ob ein Investor gefunden wird – andernfalls droht die Abwicklung.