In Berlin ist die Kampagne „Berlin ist RAW“ gestartet. Sie soll auf die kulturelle und gesellschaftliche Bedeutung des RAW-Geländes in Friedrichshain aufmerksam machen – und kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Zukunft des Areals ungewiss ist.
Hintergrund sind Pläne für eine mögliche Neuentwicklung des Geländes. Anfang des Jahres hatte der Eigentümer mehrere Mietverträge nicht verlängert. Betroffen sind unter anderem Clubs wie das Cassiopeia und der Weiße Hase sowie weitere Projekte aus Kultur und Sozialarbeit.
Mit der Kampagne wollen die Akteurinnen und Akteure nun ein Zeichen setzen. Das RAW-Gelände vereint über 80 Projekte aus Kunst, Sport, Jugend- und Clubkultur und zählt jährlich mehr als eine Million Besucherinnen und Besucher.
Zum Kampagnenstart erklärt Florian Falkenhagen von der RAW Kultur L e.G., man wolle sichtbar machen, wie vielfältig und gesellschaftlich relevant die Angebote vor Ort seien. Das RAW sei kein austauschbarer Ort, sondern ein gewachsener Freiraum für Begegnung, Kultur und städtische Vielfalt.